Neuronales Netzwerk Deutsche Stiftung für Menschen mit erworbenen Hirnschäden
Über 500.000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland akute Schädel-Hirn-Verletzungen. Häufigste Ursachen sind Unfälle und Schlaganfälle. Die dabei erworbenen Hirnschäden haben oftmals schwere Behinderungen zur Folge und verändern das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen dramatisch.
Aus heutiger Sicht der Neuromedizin besteht bei erworbenen Hirnschäden grundsätzlich ein langfristiges Rehabilitationspotential. Fachärztliche und fachtherapeutische Behandlungen helfen noch Jahre nach dem akuten Ereignis die Lage der Betroffenen deutlich zu verbessern. Dennoch leben viele von ihnen ohne bedarfsgerechte Versorgung zu Hause, in Alten- und Pflegeheimen oder Heimen für geistig Behinderte. Solche Fälle von unzureichender Versorgung zeigen die anhaltende Benachteiligung dieser Patientengruppe.
Mit ihren Projekten und Netzwerken will die Stiftung Neuronales Netzwerk mehr öffentliche Aufmerksamkeit für Menschen mit erworbenen Hirnschäden schaffen. Sie klärt darüber auf, dass die Betroffenen zu ihrer umfassenden Rehabilitation eine spezialisierte medizinische und therapeutische Versorgung, sowie gezielte Förderung und Unterstützung im Alltag brauchen, um ihr Recht auf soziale Teilhabe wahrzunehmen. Die Stiftung beteiligt sich kompetent am Aufbau von bedarfsgerechten Versorgungskonzepten in der Rehabilitation. Hierbei kann sie sich auch auf ihr fachliches Netzwerk aus Ärzten, Psychologen, Therapeuten, Sozialrechtlern und anderen fachkompetenten Personen stützen.
Die Stiftung Neuronales Netzwerk besteht seit 2008 und hat ihren Sitz in Berlin. Sie ist eine Initiative des gemeinnützigen Dienstleistungsträgers RC Partner für Reintegration und Chancengleichheit e.V. und der Juristin Sybilla Fried. Im Stifterunternehmen RC beschäftigt man sich seit 2003 mit der besonderen therapeutischen und sozialen Versorgungslage von Menschen mit erworbenen Hirnschäden. Die ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Sybilla Fried hat langjährige Erfahrungen in Sozialrecht, der Behindertenpolitik und psychatrischen Versorgungsstrukturen, u.a. als Referatsleiterin in der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit.
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